
DStV bei der EFAA-Konferenz 2026 in Dublin
Datum:
Heft 04/2026: Führungskompetenz & Soft Skills
Die jährliche Konferenz der European Federation of Accountants and Auditors for SMEs (EFAA) fand in diesem Jahr in Dublin statt. Erneut war die Veranstaltung eine starke Plattform für den europäischen Austausch, fachliche Impulse sowie die Diskussion zentraler Zukunftsthemen des Berufsstands.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen:
- Die Stärkung europäischer KMU durch unabhängige und qualifizierte Beratung
- Berufsethik, Vertrauen und Qualitätssicherung als Grundlage der Mandantenbetreuung
- Best Practices bei der Digitalisierung und Nutzung von KI in der Kanzleipraxis
- Fachkräftesicherung, Aus- und Fortbildung sowie die Vermittlung zentraler Zukunftskompetenzen
- Eine praxistaugliche EU-Gesetzgebung
Für den DStV nahmen die Präsidiumsmitglieder Torsten Lüth (DStV-Präsident), Marcus Tuschen (DStV-Vizepräsident, Präsident Steuerberaterverband Westfalen-Lippe und EFAA-Vorstandsmitglied) und Stefan Dreßler (DStV-Vizepräsident und LSWB-Präsident) an der internationalen Konferenz teil.
Stefan Dreßler war auch auf dem Podium dabei. Er machte deutlich: „Wir müssen mit jungen Menschen mehr über die Einzigartigkeit unseres Berufs sprechen, anstatt über Compliance-Regularien und Abgabefristen. Wir müssen ihnen auch die Zeit geben, in den Kanzleien zu reifen. Da ist es hilfreich, wenn wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, bereits während des Studiums erste praktische Erfahrungen zu sammeln.“ Moderiert wurde die Diskussion von EFAA Special Advisor Prof. Peter Jelfs von der Brunel University of London.
Einen Schwerpunkt der Paneldiskussionen bildete die Zukunftsfähigkeit des Berufsstands. Kleine und mittlere Kanzleien müssen junge Menschen für die steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe gewinnen. Zudem müssen Zukunftskompetenzen dauerhaft in Aus- und Fortbildung verankert werden. Die Diskussion machte deutlich: Gerade kleine und mittlere Kanzleien brauchen praxisnahe Qualifizierungswege, moderne Fortbildungsangebote und eine starke Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Berufsorganisationen und Arbeitgebern. Digitale Kompetenzen müssen frühzeitig und anwendungsorientiert vermittelt werden.
