Akademie

Erfahrungs- und Gedankenaustausch im Finanzamt Regensburg

Datum:

Heft 01/2026: Junge Steuerberater

von links: Dr. Wolfgang Scherz, Frau Claudia Späth , Frau Isabell Sakaria, Herr LRD Jürgen Engelhardt, Herr Thomas Haberkorn und Frau Dr. Jutta Fischer-Neuner (Vizepräsidentin und Bezirksvorsitzende Nord des LSWB) 

Auf gemeinsame Einladung der Finanzverwaltung, der Steuerberaterkammer Nürnberg und des LSWB fand am 17.11.2025 ein Erfahrungs- und Gedankenaustausch im Finanz­amt Regensburg statt.
Als Hausherr begrüßte Herr LRD Jürgen Engelhardt die zahlreich erschienenen Berufsträger und drückte seine Freude darüber aus, dass nach der Corona-Pandemie wieder ein solches Treffen stattfinden konnte.

Thomas Haberkorn begrüßte in seiner Funktion als Zweigstellenleiter des LSWB und Vorstandsmitglied der StBK Nürnberg die Anwesenden und dankte Jürgen Engelhardt und Dr. Scherz für die kooperative Zusammenarbeit. Er betonte, dass der Steuerberater gemäß § 32 II StBerG ein unabhängiges Organ der Steuerrechtspflege ist und Finanzverwaltung und Steuerberater somit von Hause aus ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Die Wertschätzung, die Herr Engelhardt und sein Team dieser Veranstaltung entgegenbrachten, zeigte sich in der exzellenten Planung und der arbeitsintensiven Vorbereitung.
Neben Herrn Haberkorn nahmen auf dem Podium auch Herr Jürgen Engelhard, Herr Dr. Wolfgang Scherz, Frau Dr. Jutta Fischer-Neuner (Vizepräsidentin und Bezirksvorsitzende Nord des LSWB) sowie Frau Claudia Späth und Frau Isabell Sakaria Platz.

Zusätzlich waren 16 weitere Führungskräfte des Finanzamts Regensburg anwesend und stellten sich kurz vor.

Zu Beginn der Veranstaltung sprach Frau Dr. Fischer-Neuner über die hohe Arbeitsbelastung in den Kanzleien. Der DSTV bemühe sich um eine Linderung des Fristenproblems. So werde derzeit mit dem Justizministerium über eine erneute Schonfrist für die Offenlegung von Jahresabschlüssen für das Jahr 2024 verhandelt. Dennoch blieben wegen Überlastung abgewiesene Mandate ein schlechtes Zeichen und ein Grund für einen möglichen Verlust der Vorbehaltsaufgaben. Dieses Problem sei nur mit einer konsequenten Digitalisierung zu begegnen. Ein weiterer Punkt war die Darstellung, dass der Berufsstand und die Finanzverwaltung unter Personalnot leiden. Aus diesem Grund bat sie um Rücksicht auf beiden Seiten. 

Im Anschluss an den Punkt Kommunikation wurde das Thema RABE von Frau Isabell Sakaria besprochen. Herr Haberkorn stellte die Punkte RABE und VDB aus der Sicht der Beraterschaft vor.
Dr. Scherz stellt einen Vergleich der Erledigungsquoten der VZ 2018, 2021 und 2024 bezogen auf die beratenden Steuerpflichtigen zu verschiedenen Zeitpunkten dar. Die Gegenüberstellung zeigte nicht nur einen Rückgang der Mandate, sondern auch eine geringere Erledigungsquote. Die Corona-Zeit hat deutliche Spuren hinterlassen.

Hier wurde das Ziel der Finanzverwaltung dargestellt. Abschluss bis zwei Jahre nach Ablauf mit möglichst kontinuierlicher Veranlagungsfortführung.

Neben dem Maßnahmenkatalog der Finanzverwaltung und den Folgen einer „leeren“ Steuererklärung zur Fristwahrung wurden auch die Modernisierung der Betriebsprüfung und der Umgang mit der E-Rechnung besprochen.

Alle Beteiligten waren sich einig, die Gespräche fortzusetzen und jährlich ein Treffen zu organisieren. Abstimmungen und ein kurzer Austausch im kleinen Kreis sind quartalsweise ­vorgesehen.