84 Kanzleien, rund 2.900 Beschäftigte, 499 offene Stellen: Der Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern stellt beim Arbeitgebersiegel 2026 die zweitgrößte Teilnehmergruppe. Die Ergebnisse zeigen eine operativ gut aufgestellte Branche, die leicht über dem Bundesdurchschnitt arbeitet. Doch hinter den soliden Zahlen verbirgt sich ein dramatischer Fachkräftemangel – insbesondere auf Steuerberater-Ebene – und ein Süd-Nord-Gefälle, das Fragen aufwirft.
Der Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verschärft. Steuerberatungskanzleien stehen heute vor der Herausforderung, sich als attraktive Ausbildungsbetriebe zu positionieren – und das in einem Umfeld, in dem junge Menschen täglich mit einer Vielzahl an Informationen, Eindrücken und Angeboten konfrontiert sind.
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Viele Steuerkanzleien stehen derzeit vor einer zentralen Herausforderung: Die Suche nach einem angestellten Steuerberater oder einem potenziellen Partner bzw. Nachfolger gestaltet sich zunehmend schwierig. Häufig bleibt eine entsprechende Position über Monate oder sogar Jahre unbesetzt.